QSPC (Spagyrische Quintessenz von Paracelsus)

 
 
 QSPC
 
 
(Spagyrische Quintessenz von Paracelsus)
 
 
Die wahre Spagyrische Quintessenz von Paracelsus (QSPC) vereint in sich die drei philosophischen alchimistischen Prinzipien, und zwar das Quecksilber, der Schwefel und das Salz.
Im Folgenden dieser Abhandlung werden wir sehen, womit diese drei Prinzipien im Pflanzenreich korrespondieren; vorher möchte ich aber unterstreichen, dass die wahre Spagyrische Quintessenz, dessen Symbol der Stern mit fünf Zacken ist, (den man nicht mit dem sechszackigen Stern  verwechseln darf, der das Salomonssiegel darstellt) aus allen drei Bereichen (Pflanzen-, Tier- und Mineralreich) erzielt werden kann.
In diesem kurzen Exkurs über die QSPC werde ich nur über diejenige aus dem Pflanzenreich sprechen und versuchen,  sie so gut wie möglich zu erklären. Wer mehr darüber wissen möchte, darf in keinem Fall die Hoffnung verlieren, denn es gibt viele Organisationen und auch Firmen, die zweijährige Kurse anbieten, in denen man lernen kann, wie man die spagyrische Quintessenz von Paracelsus vorbereiten kann und auch viele andere Kenntnisse sowohl theoretisch als auch praktisch zur Thematik Spagyrik erwerben kann.
Schauen wir uns jetzt die Zubereitung einer Quintessenz an, mit einigen Kommentaren versehen. Man nimmt die frische Pflanze und destilliert in einem Dampfstrom das essentielle Öl, den philosophischen Schwefel der Pflanze; diese Destillation kann auch ohne hoch entwickelte Ausrüstungen folgendermaßen gemacht werden:
 Nehmen Sie einen langhalsigen Pyrexkolben mit abgerundetem Mund, stecken Sie die frische Pflanze zu einem Viertel in den Kolben und füllen destilliertes Regenwasser bis zu einem ¾ der Kapazität. Stellen Sie dann auf den langhalsigen Kolben sein "TESTA DI MORO" oder sein Kapitell und stellen ihn auf eine Wärmquelle und fangen Sie an zu destillieren.
Wenn das Wasser von der Kolbenöffnung herauszufließen beginnt, nimmt es einen Teil des essentiellen Öls der Pflanze mit; wenn beinahe das gesamte Wasser destilliert ist, schalten Sie die Wärmequelle unter dem Kolben aus; jetzt finden Sie im Auffanggefäß Wasser und das essentielle Öl.
Da dieses Öl ein niedrigeres spezifisches Gewicht als das Wasser hat, wird es schwimmen und es wird für Sie sehr einfach sein, es mit einer einfachen Pipette zurückzugewinnen. 
(Ein kleiner Rat, den ich Ihnen geben kann, ist, den Inhalt des Auffanggefäßes in einen Messzylinder zu gießen, da das essentielle Öl weniger aber dickflüssiger wird, je kleiner die Flasche ist und die Extraktion mit der Pipette einfacher wird.)
Am Ende dieses Prozesses haben wir das erste der drei Prinzipien, den philosophischen Schwefel, erzielt, den wir für die Quintessenz benötigen.
Jetzt schauen wir uns an, wie man das zweite Prinzip erhält, das Quecksilber, das im Pflanzenreich dem Alkohol entspricht.
 
Wir werden den Alkohol aus der Pflanze herausziehen, allerdings ist zu beachten, dass der tartarisierte Alkohol aus rotem Wein im Pflanzenreich das universelle Lösungsmittel ist.
Nachdem man das essentielle Öl oder den philosophischen Schwefel entzogen hat, ist der Rest der Pflanze in dem Langhalskolben geblieben; von diesem Rest werden wir den Alkohol gewinnen.
Eine Methode, um den Alkohol zu entziehen, ist Hefe (Saccharomyces Cerevisiae) und Zucker in den Kolben hinzuzufügen: dank der Fermentation wird eine alkoholische Lösung erzeugt, die danach durch Destillation und Rektifikation zu 95 prozentigem Alkohol wird.
Wie man hier liest, scheint der Prozess einfach, allerdings ist dieser Prozess nicht ganz korrekt: man darf nie vergessen dass, um eine spagyrische Quintessenz zu erzeugen, man nie etwas, das der Pflanze nicht gehört hinzufügen darf; sowohl die Hefe als auch der Zucker sind aber fremde Komponenten. Deswegen ist es besser spagyrischen aus rotem Wein erhaltenen Alkohol zu benutzen, das das universelle Quecksilber für das Pflanzenreich ist, wie wir schon gesagt haben.
Um in dieser Phase der Arbeit fortzufahren, muss man den ersten hermetischen Schlüssel kennen, den man benutzt, um die wahre spagyrische Quintessenz zu erzeugen. Ich möchte Ihnen am Anfang helfen, später wird es dann reichen, dass Sie überlegen und Bücher lesen.
Also können wir sagen, dass es unser Ziel ist, philosophisches Quecksilber von einer Pflanze zu produzieren. Nun muss man herausfinden, was die Pflanze dieses philosophische Quecksilber oder den Alkohol produzieren lässt.
Man muss wissen, dass eine Substanz zu spalten ist, die in Zucker umgewandelt wird. Und man weiß, dass man aus dem Zucker Alkohol gewinnen kann.
Dieser Beginn oder diese Hilfe, ist nicht so klein wie sie scheint; lesen Sie noch einmal diese letzte Umwandlung: wenn Sie den Schlüssel finden, werden Sie vorschriftsmäßig Alkohol von der verarbeiteten Pflanze erhalten, oder noch besser das philosophische Quecksilber der Pflanze, das das zweite unserer drei oben genannten Prinzipien ist.
Analysieren wir jetzt, wie man das dritte Prinzip erhält, genauer, das Salz.
Nachdem Sie den Alkohol gewonnen haben, wird der Pflanzenrest auf dem Boden der Vase übrig bleiben; nehmen Sie ihn und verbrennen Sie diesen bis er sich in Asche verwandelt. Nehmen Sie die Asche und füllen Sie sie in ein Pyrexkolben; gießen Sie sie mit destilliertem Regenwasser im Verhältnis 1 zu 10 auf, und zwar 9 Teile gegärtes und destilliertes Regenwasser für jeden Teil der Asche.
Stellen Sie jetzt das Gefäß auf eine Wärmequelle und lassen alles kochen; wenn das Wasser kocht, gießen Sie alles in einen Trichter aus Pyrex, in den Sie einen Papierfilter gestellt haben (Filter aus reiner Zellulose); unter den Trichter stellen Sie ein anderes Gefäß aus Pyrex, um die warme gefilterte Flüssigkeit aufzunehmen.
Wenn die Lösung in dem darunter liegenden Gefäß verdunstet ist, stellen Sie das Gefäß auf eine Wärmequelle und lassen die Lösung verdunsten, bis sich Salze auf dem Boden der Vase bilden.

 

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