TSA (Spagyrisch-Alchimistische Tinktur von Solanimus)

 

TSA
 
 
(Spagyrisch-Alchimistische Tinktur von Solanimus)
 
  
Wenn wir eine klassische Muttertinktur mit einer Spagyrisch-Alchimistische Tinktur von Solanimus (TSA) vergleichen, werden wir sehen, dass die Vorbereitungen anfangs dieselben sind, später jedoch ein entscheidender Unterschied zu bemerken ist. Sowohl die Muttertinktur als auch die TSA werden mit einer frischen oder einer trockenen Pflanze vorbereitet; es ist immer besser eine frische Pflanze zu nehmen, da ihre aktiven Prinzipien höher sind als die einer getrockneten Pflanze. Einige Pflanzen werden grundsätzlich trocken verarbeitet, da es für uns Westeuropäer fast unmöglich ist, frische Pflanzen zu finden, wie z.B. Ginseng, Zimt und so weiter. Man nimmt die Pflanze ,egal ob trocken oder frisch, immer in ihrer balsamischen Zeit, und zwar in der Zeit, in der die Pflanze am meisten aktive Prinzipien enthält; jede Pflanze hat ihre balsamische Zeit, es kann Frühling, Herbst oder eine der anderen Jahreszeiten sein. Nach der Ernte wird die Pflanze in eine hydroalkoholische Lösung (wasser plus alkohol) mit einem bestimmten Grad je nach Pflanzentyp gestellt, um sie aufzuweichen. (Die aktiven Prinzipien werden nicht alle mit demselben alkoholischen Grad entzogen; sie sind mehr oder weniger wasserlöslich). Die meisten Pflanzen sollen in einer hydroalkoholischen Lösung zwischen 45 und 55 alkoholisch- volumetrischem Grad aufweichen. Das Aufweichen der Pflanze dauert zwischen 21 Tage für eine T.M. und 28 Tage (ein Mondzyklus) für eine TSA. Die gewonnene Lösung wird gefiltert, für 48 Stunden dekantiert und dann abgezogen. Hier endet die Vorbereitung der T.M, aber sicher nicht die einer T.S.A. Bevor wir mit der Prozedur der T.S.A. weitergehen, schauen wir die bis hier bestehenden Unterschiede an:
- In der TSA soll die Pflanze nicht im normalen Wasser und Alkohol aufweichen, sondern im destillierten Regenwasser und im Alkohol aus tartarisiertem Wein. (Später werde ich erklären wie man den Alkohol aus tartarisierten Wein gewinnt).
- In der T.M, nach Farmacopea Francese oder Italiana, gibt es ein Extraktionsverhältnis zwischen der Pflanze und der hydroalkoholischen Lösung 1 zu 10 (R.E. 1/10); das bedeutet, dass jedes Kilo trockener Droge in neun Litern von der hydroalkoholischen Lösung aufweichen soll; Ich sage “trocken”, weil das Verhältnis mit der trockenen Pflanze gemacht werden soll, oder noch besser, mit dem trockenen Residuum; um auch den alkoholischen Grad der Lösung zu kontrollieren. Es reicht 100 Gramm einer frischen Pflanze zu entnehmen, es in einen Trockenofen stellen, trocknen lassen, es dann herausziehen und abwiegen (das gewonnene Gewicht heißt trockenes residuum); z. B. wenn der Rest jetzt 50 g wiegt, bedeutet das, dass die anderen 50 g aus Wasser bestanden; so dass 1 Kg der frischen Pflanze 500g einer trockenen Pflanze entspricht und man muss von diesem Gewicht das Extraktionsverhältnis berechnen. In der T.S.A. dagegen ist das Extraktionverhältnis mit Saturation, und zwar stellt man die frische Pflanze in einen Behälter und dann gießt man die hydroalkoholische Lösung bis die Pflanze vollständig überschwemmt ist [das bedeutet normalerweise ein Extraktionsverhältnis zwischen 1/4 – 1/5 je nach verwendeter Pflanze; anders gesagt bei sperrigen Pflanzen, wie der Ringelblume (Calendula officinalis) braucht man mehr Lösung (R.E. ist höher); während man bei nicht sperrigen Pflanzen, wie Ginseng (Panax ginseng) man weniger Lösung braucht (R.E. ist niedriger)].
- Ein anderer wichtiger Unterschied ist, dass man schon am Anfangt merkt, dass die TSA in einer im Sonne und Mond gelegenem Zirkulator aufweichen soll, damit während die Pflanze aufweicht, die hydroalkoholische Lösung im tieferen Teil der Vase verdunstet und sich während des Aufsteigens in dem höheren Teil des Gefäßes verdichtet; von hier wird sie die Wand der Vase entlang rutschen und somit nochmal im tiefen Teil der Gefäßes sein. Dieser Prozess heisst “Zirkulation” und ist der "großen Zirkulation" oder der "Zirkulation des Makrokosmos" sehr ähnlich, und zwar der Zirkulation, die immer auf der Erde geschieht; da sie hier in einem Gefäß stattfindet, heißt sie "Zirkulation des Mikrokosmos". Diese Zirkulation verdünnt das Lösungsmittel (Lösung mit Wasser plus Alkohol), so dass Dank dieser Eigenschaft der Zirkulation das Lösungsmittel besser eindringen kann und aus der Droge eine größere Menge der aktiven Prinzipien herausziehen kann, und das bedeutet ein Produkt mit einer höheren Konzentration von aktiven Prinzipien.
Wie schon gesagt, endet hier die Vorbereitung der T.M.; jetzt schauen wir uns an, wie die Vorbereitung der TSA fortgesetzt wird. Nach der Filterung presst man die Pflanze, und die gewonnene, bereits gefilterte Flüssigkeit wird der schon gewonnenen Lösung beigefügt. Das Residuum der Pressung wird verbrannt um Asche zu gewinnen, die wir der Lösung beifügen; danach werden wir alles in einen Zirkulator aus einer Korbflasche mit breitem Hals stellen; auf diesen Ballon werden wir einen anderen umgekehrten Ballon mit breitem Hals stellen, so dass die zwei Korbflaschen sich decken; am Ende werden wir die Verbindungsstelle mit einem Verschluss versiegeln. Der Verschluss dient dazu, zwei Korbflaschen zu verbinden und besteht aus einem oder mehreren Streifen Papier, einer Mischung aus Mehl, Wasser, Eiweiß, Kalk und mit Lehm durchtränkt; diese Streifen werden um die Verbindungsstelle der zwei Ballons herum gelegt (dieser Verschluss oder auch „Luto“ wurde von den Alten “Luto di Sapienza“ „Verschluss der Weisheit“ genannt). Wenn die TSA reif ist, springt der Verschluss auf und das ist das Signal, dass die Zirkulation fertig ist. Der Verschluss bricht, weil die Zirkulation die Tinktur dünner und flüchtiger macht; das bedeutet, dass ihr Verdunstungspunkt sehr niedrig wird und eine größere Menge der Flüssigkeit bei derselben Temperatur zu Dampf wird. Die Folge ist eine Vermehrung des Rauminhalts und als Folge ein Anstieg des Drucks in der Vase; ein Druck, der den Verschluss aufbrechen lässt. Die aus zwei Korbflaschen bestehende Vase wird “Mikrokosmos” genannt; sie wird ins Freie gestellt und Sonne und Mond ausgesetzt. Mit der Wärme verdunstet die Lösung, die im tiefen Teil der Vase liegt und fängt an, in den höheren Teil (umgekehrte Korbflasche) zu steigen; dieser Dampf hält sich an der Wand fest; er verdichtet sich und verwandelt sich in kleine Tropfen, die entlang des Glases der Korbflaschen rutschen und nochmals in den tiefen Teil der Vase fallen, wo sie nochmals verdunsten und so weiter. Aus diesem Grund wird die Innenseite “Mikrokosmos” genannt: im Inneren geschieht, was in der Natur, “Makrokosmos”, fortwährend geschieht (der Regen fällt, verdunstet und steigt auf; verdichtet sich im Himmel und fällt wieder auf den Boden, wo der Prozess wieder beginnt). Dieser Prozess wird Zirkulation genannt, da er ein ewiger Auf- und Abstieg der Materie ist. Wenn der Verschluss aufbricht, bedeutet das, die Zeit der Zirkulation ist zu Ende und man trennt die zwei Korbflaschen; man filtert die Lösung mit einem Filter bestehend aus reiner Zellulose. Mit dieser Zirkulation auf der Asche hat man die Oligoelemente (flüchtigen Salze) in die Lösung eingefügt und die Tinktur energetisch gemacht.
 
Hier endet die Vorbereitung einer Tinktur Spagyrica klassischen, während der Prozess fortgesetzt wird, um eine TSA (Spagyrischen-Alchimistischen Tinktur von Solanimus) zu gewinnen, die wir uns nun anschauen:

 

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